Nicht allein durch die Schulzeit segeln

Am Samstag, den 17. August, fand im Anschluss an die Einschulungsfeierlichkeiten der Grundschule Heiligenfelde um 10:30 Uhr ein sehr lebendiger Gottesdienst statt. Dabei erlebten die 25 frisch eingeschulten Kinder eine stürmische halbe Stunde in der Michaelskirche. Denn Jesus segelte mit vier Jüngern durch ein Unwetter aus reibenden Händen, prasselnden Fingern auf Kirchenbänken und Laola-Wellen durch die Kirche. Der obligatorische Segen zum Schulanfang wurde begleitet von zwei kräftigen Donnerschlägen, die die Anwesenden, auf Arnim Hermsmeyers Kommando hin, durch Trampeln erklingen ließen.

Der lebendige Mitmachgottesdienst war gut besucht und wurde mitgestaltet von den fünf jungen „Teamern“ der Jugendgruppe: Mathis, Timea (Jesus), Jil, Jule und Natalie. Sie hatten nicht besonders viel Zeit sich auf ihren Auftritt vorzubereiten, da das erste Treffen nach den Sommerferien erst drei Tage vorher war. Mathis Winte baute innerhalb eines Tages das Boot mitsamt Segel aus Holz, so „Pi mal Daumen“ wie er meinte. Darin fanden die Fünf gerade mal so Platz und es passte genau in den Mittelgang der Kirche (siehe Foto). Eigentlich wollten sie es noch anmalen, aber auch ohne Farbe war das Schiff ein Hingucker. Auf einem Podest saßen die fünf Darsteller in diesem selbstgebauten Segelboot und paddelten durch die Menschenmenge. Sie inszenierten so liebevoll die biblische Geschichte aus Markus 4.35-41, die Geschichte über Gottvertrauen, in der Jesus den Sturm verschläft und von seinen Jüngern ängstlich geweckt wird. Dieses Schauspiel sollte den Erstklässlern zeigen, dass sie nie allein durch ihre Schulzeit segeln müssen, also (mit Gottes Segen) „Sturmfest“ sind.

Entsprechend dem Motto gab es einen Drachen mit der Aufschrift „Sturmfest“ und einen Beutel mit einem Buch für ihren Start in die Schule geschenkt. Die Kollekte dieses Gottesdienstes wird der Kinderkirche und dem Förderverein der Grundschule zugutekommen.

Text: Anja Billig