Am Volkstrauertag, 15. November, feiern wir um 9:30 Uhr bewusst einen Gottesdienst zum Frieden. Pastorin Johanna Schröder gestaltet ihn.

Kirche bringt sich in friedensethische und -politische Debatten ein und Menschen in der Kirche engagieren sich konkret in Diakonie, in Friedensgruppen, in der Entwicklungszusammenarbeit und machen viele positive Erfahrungen in der Arbeit für den Frieden. Seit 40 Jahren in der Aktion der Ökumenischen FriedensDekade.

Bildmeditation zum diesjährigen Plakat der Ökumenischen FriedensDekade

Schwarze Taube auf blauem Grund. Passend in einem Jahr voll Trauer um so viele Tote durch einen bedrohlichen Virus. Und immer noch Tote durch Kriege dieses Jahr, Menschen auf der Flucht vor Gewalt. Eingesperrt in Lager. Beim Propheten Hesekiel heißt es: „Ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben müsste, spricht Gott der Herr.“

Schau genau: die schwarze Taube kringelt sich. Auf dem blauen Untergrund bleibt nur ihr Schatten. Blau ist die Farbe Gottes. Alles Unvollkommene, das Leid, der Schmerz, Gewalt und Sünde sind aufgehoben bei Gott. Gott sagt durch den Propheten Hesekiel: „Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.“ Das Abziehbildchen kringelt sich. Die Taube wendet sich. Löst sich. Macht sich frei.Die weiße Taube kommt, mit dem Ölzweig im Schnabel. Zeichen der Hoffnung. Neues Leben wird wachsen. Hört hier und heute Worte aus dem Römerbrief: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Und wir? Was machen wir mit dem Bild? Mit der Friedenstaube? Lösen wir sie aus ihrer Erdenschwere? Heften wir sie uns an, ganz nah ans Herz? Was wäre, wenn die Taube wirklich flöge? Trauen wir dem auch nur einen Flügelschlag lang? Halten wir den blauen Himmel aus, den Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft? Und die Worte, die Frieden schaffen ohne Waffen: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden nicht mehr lernen, Krieg zu führen!“ (Micha 4,3)