Aktion „Licht der Hoffnung“

Unsere Heiligenfelder Kirchengemeinde ist bei der Aktion „Licht der Hoffnung!“ dabei, die Pfarrer Ingmar Maybach am 15. März im Odenwald initiiert hat. In Süddeutschland beteiligen sich daran schon über 700 Kirchengemeinden (Stand 19.3., 12 Uhr) und auch in unserem Kirchenkreis Syke-Hoya machen immer mehr Gemeinden mit. Ab heute Abend läuten immer um 19 Uhr für fünf Minuten die Glocken der Michaelskirche.

In dieser Zeit sind alle eingeladen, für die Menschen, die durch den Corona-Virus betroffen und erkrankt sind, sowie für diejenigen, die im Einsatz für andere sind,  eine Kerze als Licht der Hoffnung ins offene Fenster stellen. So halten wir Abstand und zeigen mit dieser Geste, dass wir doch miteinander verbunden sind.

Pfarrer Maybach schreibt dazu: „Zum Klang der Glocken beten wir in ökumenischer Gemeinschaft für unser Dorf, unsere Stadt, unser Land und die Welt. Jeder Haushalt für sich. Doch beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten.“

Text: Katja Hermsmeyer

 

Aktion „Licht der Hoffnung“

Kleine Andacht während des Geläuts (5 Minuten)

 

Einstimmung

Eine Glocke läutet. Überall, wo man sie hören kann, unterbrechen Menschen für einen Augenblick das, was sie gerade tun. Auch ich lege beiseite, was mich gerade beschäftigt, und höre auf das Läuten. Mein Kopf und mein Herz sind trotzdem voll. Einatmen …ausatmen … Alles lassen. Ich bin hier. Gott ist hier. Das genügt.

 

Kerze anzünden

 

Gebet

In deinen Händen, Herr, steht unsere Zeit.

Denke an mich in deiner Gnade.

Erhöre mich und hilf mir.

Amen.

 

Lied

Singen tut gut. Ganz gleich, ob mehrere es tun, oder ich für mich. Und manchmal reicht es vielleicht schon, den Liedtext zu lesen und dabei die Melodie zu summen. Welches Lied summt in Ihnen?

 

oder

 

Auf Gottes Wort hören

Für sich allein kann man leise lesen, auch in der Bibel. Manchmal hilft es aber, dass ich auch für mich Texte laut vorlese. Dann hören meine Ohren sie, und ich ahne: Sie sind mir gesagt. Ich leihe mir z.B. Worte der Psalmbeter aus dem Alten Testament, um mit ihnen zu danken, zu klagen, zu loben.

 

Beten

Beten: In der Stille mit Gott reden.

Und darauf vertrauen: Da ist ein Du, das mich sieht und hört.

 

Still sein

Ich will dir danken, Gott …

Still sein

Ich denke an …

Still sein

Das beschäftigt mich …

Still sein

Hilf mir,

dass ich in aller Ungewissheit und Angst

nicht das Vertrauen verliere.

Lass mich und die anderen besonnen bleiben.

 

Bewahre die Schwachen.

Sorge für die Kranken.

Sei bei allen, die sterben.

 

Beschütze alle,

die in Krankenhäusern und Laboren arbeiten,

die Kranke pflegen,

Eingeschlossene versorgen

und sich darum bemühen, dass wir haben,

was wir zum Leben brauchen.

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige

Gott, + Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

 

Kerze auspusten

 

 

Liturgie nach einer Idee von Johannes Goldenstein, Amtsbereich der VELKD im Kirchenamt der EKD, Hannover, 17.03.2020.

 

Andacht Licht der Hoffnung