Getauft mit Wasser aus Hache und Jordan

01 Jun
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300 Besucherinnen und Besucher beim Regionalen Tauffest

Bunt und sonnig war es beim Regionalen Tauffest am Sonntag, 27. Mai 2018 um 11 Uhr im Syker Europagarten. Die drei Kirchengemeinden aus der Kirchenregion „Dreiklang“ Syke, Barrien und Heiligenfelde luden zu diesem besonderen Ereignis ein, zu dem knapp 300 Menschen gekommen sind, um die Taufe von mehreren Familien im mit bunten Luftballons geschmückten Europagarten zu feiern.

Bereits um halb elf kamen die ersten Tauffamilien und suchten sich ihre Plätze in den farblich gekennzeichneten Bereichen ihrer Gemeinde. Einige Besucher brachten sich sogar ihre eigenen Stühle mit, um einen Platz im Schatten zu ergattern. Denn bei strahlendem Sonnenschein und bis zu 28 Grad kamen Einige schnell ins Schwitzen. Für einen Gottesdienst unter freiem Himmel hätte das Wetter aber kaum besser sein können.

Gekommen sind die Babys, Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien zur Hache, einem Quellfluss, der auf seinem Weg über Syker Ortsteile und Seen auch durch viele verschiedene Flüsse fließe und schließlich im Atlantik münde, der wiederum an fünf Kontinente grenze, so Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier in ihrer Predigt. Die kleine Hache als Teil des großen Ganzen. Somit sei jeder einzelne Täufling ein Teil der weltweiten Gemeinschaft, erklärt Klostermeier. „Die Taufe erinnert, worum es geht. Respektvoll leben, für den Anderen da sein und die Schöpfung bewahren. Gottes Geist ist wie das Wasser“, fasst die Landessuprintendentin zusammen.

Während des Gottesdienstes wurde viel gesungen. Unterstützt wurde die Festgemeinde dabei vom Posaunenchor Syke-Barrien unter der Leitung von Oscar Alemany.

21 Täuflinge ließen sich am „Fluss des Lebens“ taufen

Bevor es nun mit der Taufe losging, musste erstmal das Taufwasser aus der Hache geholt werden. Zwei Kirchenvorstandsmitglieder gingen mit großen Kellen zur Hache und schöpften das Wasser in große Bottiche. Beim zweiten Gang, konnten alle Kinder mitkommen und helfen, das Wasser unbeschadet zum Ort des Geschehens zu bringen. Anschließend schöpften die Kinder mit bunten Bechern das Wasser aus den Bottichen und brachten es zu den jeweiligen Taufstationen, wo sie es in die Taufschalen gossen. Dabei hatten sie sichtlich Spaß.

Eine besondere Überraschung wartete anschließend auf die Besucher und die Täuflinge: Ein paar Tage zuvor wurde Wasser aus dem Jordan geschöpft, dem Fluss in dem Jesus von Johannes getauft wurde. Das Wasser aus dem Jordan wurde dann in jede Taufschale gegossen.

Nun riefen die Pastorinnen und Pastoren der Gemeinde die Täuflinge und Tauffamilien auf, zu den drei Taufstationen zu kommen. Dabei waren diese, wie die Plätze der jeweiligen Familien farblich gekennzeichnet. Die Syker Täuflinge gingen zu Pastorin Albertje van der Meer und zu Pastor Christian Kopp zur blauen Taufstation, die Barrier zur roten zu Pastorin Susanne Heinemeyer und die Heiligenfelder zur grünen Taufstation zu Pastorin Katja Hermsmeyer. Dort wurden die 21 Täuflinge nacheinander getauft, die Paten lasen den Taufspruch vor und es gab als Erinnerung eine Kette sowie die Taufurkunde und eine Taufkerze.

Als alle Familien mit den Täuflingen an ihre Plätze zurückgekehrt sind, wurde noch ein Lied gesungen, das Vater Unser gebetet und der abschließende Segen von Pastor Christian Kopp empfangen.